Stromversorgung im Wohnwagen

- Die Technik das Wohnwagens
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Aeon
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Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon Aeon » Samstag 23. Juli 2016, 21:57

Hi Leute,

mir ist gerade ein Gedanke durch den Kopf geschossen, zu dem ich einmal gerne Eure Meinung wissen würde.

Folgende Situation:
In meinem Beduin gibt es zwei Stromkreise.
Stromkreis 1: 12V über die 7-poligen Steckdose vom Zugfahrzeug, welcher die Deckenleuchte sowie die Küchenlampe speist.
Stromkreis 2: 230V über eine Anschlussdose außen, welcher die inneren Steckdosen speist.

Ist also der Stecker vom Auto abgezogen, um die Autobatterie zu schonen, gibt es über die beiden fest angebrachten Deckenleuchten im Wohnwagen kein Licht.
Möchte man dann trotzdem Licht haben, geht dies nur mit einer zusätzlichen 230V Lampe über die Steckdose. So richtig zufriedenstellend ist diese Sache für mich aber nicht, da man sich mit einer Extralampe immer einen Schatten macht, ein extra Kabel irgendwie immer stört, Licht von oben eigentlich immer am schönsten ist und ich die eingebauten Leuchten ja auch nutzen möchte.
Es gebe jetzt die Lösung einer zusätzlichen Batterie im Wohnwagen, welche auch eine gute Sache ist, gerade wenn mal gar kein Strom vorhanden ist und man autark sein möchte. Jedoch bringt eine weitere Batterie wieder einiges an Mehrgewicht auf die Waage, welches ich mir gerne einsparen würde.

Da es ja mittlerweile auf so gut wie jedem Campingplatz einen Stromanschluss gibt, ist meine Idee folgende:
Ist es möglich und sinnvoll, eine Stromversorgung direkt über den 7-poligen Stecker vom Wohnwagen herzustellen? Also quasi außerhalb des Wagens, von "Stecker zu Stecker", ohne was in den Wohnwagen einzubauen? Es gibt doch solche Strom-Wandler von 230 auf 12 Volt, die man eventuell dazwischen bauen könnte... Geht das überhaupt, gibt es da schon eine fertige Lösung zu kaufen, oder befinde ich mich da total auf dem Holzweg?
Oder hat jemand noch eine ganz andere Idee, was man da eventuell machen könnte, um die Deckenleuchten dauerhaft unter Strom zu kriegen?
Ich freue mich auf Ideen und Anregungen :)

Viele Grüße,
Stefan

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon kaefertreter » Sonntag 24. Juli 2016, 23:13

Moin Stefan,

Ich habe den Vorgänger von dem Teil....

http://www.fritz-berger.de/product/WAEC ... tnerid=34H

....bei mir im Wohnwagen.Kannst Du als Netzgerät mit 8 amp nutzen und wenn Du doch mal eine Batterie
in den Wohnwagen baust (dann aber die Sperrdiode nicht vergessen :!: ) dient es als Ladegerät oder wenn es Deiner Autobatterie mal nicht so gut geht
kannst der damit wieder Leben einhauchen. Das Teil wiegt auch nicht viel.
Gruß Michael

Lieber voll heimkommen als leer ausgehen ;)

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Aeon
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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon Aeon » Dienstag 26. Juli 2016, 21:01

Hey Michael,

kannst Du mir bitte einmal erklären, was genau das Ding ist und was es kann? Schaltet man dieses Gerät irgendwo zwischen? Ich kenne mich mit so etwas leider gar nicht aus.

Viele Grüße,
Stefan

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon robotnik » Dienstag 26. Juli 2016, 21:30

Also das würde mich auch interessieren. Eine Lampe im Wohnwagen läuft auf 230 Volt, die zweite Lampe auf 12 Volt. Die 12 Voltlampe ist an der 7 poligen Steckdose zum Zugfahrzeug angeschlossen. Mit einer Autobatterie habe ich sie getestet, sie funktioniert. Leider funktioniert sie nicht, wenn der Stecker am Zugfahrzeug angeschlossen ist. Wo liegt denn da der Fehler ? :?

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon kaefertreter » Mittwoch 27. Juli 2016, 07:56

@ Stefan,
Du klemmst einfach Plus und Minus aus dem Aufbau an das Teil an (aber bitte mit Sicherung) und steckst den Stecker in eine Steckdose im Wohnwagen. Sobald Landstrom eingesteckt ist gehen alle Deine 12v Verbraucher (Licht, Wasserpumpe und 12v Steckdosen, etc) darüber. Das ganze kann versteckt eingebaut sein weil nichts geschaltet werden muß. Ein paar 12v Dosen sind auch sehr praktisch für Handyladekabel, Kühlbox etc.
Ausserdem wie ich bereits geschrieben habe kannst Du auch eine Batterie einbauen (zB eine 14 oder 20ah Motorradbatterie in gel, weil die nicht so schwer sind und da gast nichts) die dann automatisch darüber geladen wird. Da muß dann allerdings eine Sperrdiode verbaut werden welche verhindert das beim Starten Strom von der Wohnwagenbatterie Richtung Anlasser fließt. Da würde sonst die Sicherung fliegen bzw das Kabel aufrauchen.

@Oli,
da ist ein Ferndiagnose schwierig.
Ist der Dauerplus an der Steckdose geschaltet und ok ?
Kabelverlauf der Leitung im Wohnwagen nachgehen, manchmal sind an den unglaublichsten Stellen fliegende Sicherungen verbaut.
Ist ein Sicherungskasten im Wohnwagen und alle heile?
Kommt Masse an der Lampenfassung an?
Wenn Du das abgearbeitet hast wirst Du den Fehler gefunden haben.
Gruß Michael

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon robotnik » Mittwoch 27. Juli 2016, 08:14

Hallo Michael,

das Problem ist ( glaube ich ) das Dauerpluskabel am Zugfahrzeug. Ich hatte letztes Jahr mit Gunvor mal darüber gesprochen. Er erzählte mir, er hat ein Dauerpluskabel an die Steckdose des Zugfahrzeuges angeschlossen. Aber: Blinker links und rechts, Bremslicht links und rechts, Rücklicht links und rechts und Masse sind ja schon 7 Steckplätze an der Steckdose. Wo wird denn dann das Dauerpluskabel angeschlossen ? Einen Sicherungskasten hat der Wohnwagen nicht. Da ist die Elektrofachkraft für Hausmeistertätigkeiten überfragt, ähem ... :shock: :? :roll:

P.S. ich hatte die Idee, wenn das Standlicht am Zugfahrzeug angeschaltet ist, müssete doch auch Strom am Wohnwagen ankommen, oder ?

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon kaefertreter » Mittwoch 27. Juli 2016, 09:14

Moin Oli,
Bremslicht ist nur 1x angeschlossen.
54g ist für Dauerplus vorgesehen, weil wir brauchen bei den alten Autos ja kein Nebelschlußlicht.
Guckst Du hier:
http://vignette2.wikia.nocookie.net/tra ... -prefix=de
Gruß Michael

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon robotnik » Mittwoch 27. Juli 2016, 20:00

Hallo Michael,

super Tipp, ich schaue die Tage mal nach wie ich es angeschlossen habe. Dann könnte ich also auch beide Bremslichterkabel an einer Klemme anschließen und habe den freien Steckplatz für das Dauerpluskabel. Sehr gut ...

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon Aeon » Donnerstag 28. Juli 2016, 07:47

Hallo Michael,

das klingt toll, genau so eine Lösung hatte ich mir gewünscht :P :P :P Tausend Dank!!
Ich werd gleich heute mal zu Berger fahren und mir so ein Teil holen 8-)

Was für eine Sicherung brauche ich denn zwischen dem "Automatiklader" und dem 12V-Netz des Wohnwagens? 8 Ampere wie im KFZ? Kommt die dann in die + oder - Seite?
Sowas würde doch bestimmt ausreichen, denn die Sicherungen habe ich im Käfer immer dabei :D : https://www.conrad.de/de/kfz-kabelverbi ... 52177.html

Liebe Grüße,
Stefan

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon kaefertreter » Donnerstag 28. Juli 2016, 09:13

Moin Stefan,

das ist doch prima das ich helfen konnte.

Die fliegende Sicherung ist genau richtig. Sollten die bei Berger auch haben.

In die Plusleitung damit dicht am Lader.

Beim Einbau noch beachten das Luft an das Ladegerät kommt weil es etwas warm werden kann, also nicht mit Bettzeug zudecken :o



......und Oli, dann leg mal los!
Gruß Michael

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon Aeon » Donnerstag 28. Juli 2016, 15:30

Supi!

habe mir den Automatiklader heute gekauft, der ist ja viel kleiner, als angenommen. Sehr schön :)
Die "fliegende Sicherung" habe ich mir bei Conrad geholt, dazu noch ein paar 8 Ampere-Sicherungen. Sind dort um einiges günstiger als bei Berger, zumal ich genau diese dort nicht entdecken konnte.
Wenn ich den Wagen dann endlich bie mir zu Hause habe, kann die Bastelei beginnen. :P

Grüüße,
Stefan

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon goga » Montag 1. August 2016, 07:13

Hallo Freunde,
in meinem Tabbert Wohnwagen ist scheinbar das gleiche System verbaut wie Michael es gerade beschrieben hat.
Eine Innenleuchte und die Wasserpumpe laufen auf 12 Volt, der Rest auf 220 Volt.
Verbaut ist ein Strom-Umwandler ( 220 auf 12 Volt ). Zusätzlich gehen noch zwei Anschlussklemmen für eine 12 Volt Batterie von dem Umwandler ab, wobei ich noch keine Batterie angeschlossen hatte.
Alles läuft also ohne Batterie, sobald ich mich ans Stromnetz angeschlossen habe, über den Strom-Umwandler. ;)
Gruß --- Godi & Gaby ---

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon kaefertreter » Montag 13. März 2017, 13:38

Ich habe jetzt ein automatisches Trennrelais
http://www.ebay.de/itm/Spannungsgesteue ... 2299563547
in den Wohnwagen vor die Batterie gesetzt.

Finde ich optimal wenn man mehrere Zugfahrzeuge hat. Vorher hatte ich das mit einer Sperrdiode gelöst,
aber die hat Leistung gekostet, dh in der Aufbaubatterie ist nie die volle Ladung angekommen und wenn
man unterwegs den Stecker am Zugfahrzeug gelassen hat wurde die Starterbatterie bei hohem Strombedarf
auch geleert.
Das Relais trennt jetzt wenn die Spannung unter 12,8v fällt und öffnet erst wenn die Lima wieder über 13,2v liefert.
Gruß Michael

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon goga » Montag 13. März 2017, 16:06

Hallo Bastler,
bei meinem Tabbert ist es so wie Michael beschrieben hat, ein Stromumwandler für 12v und der kann auch gleichzeitig zum laden einer 12v Batterie genutzt werden.
Im Moment habe ich keine Batterie verbaut und die 12v Verbraucher werden nur vom Stromumwandler versorgt.
Bei dem Wolf habe ich eine 12v KFZ Batterie und ein Ladegerät verbaut.
Gruß --- Godi & Gaby ---

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Re: Stromversorgung im Wohnwagen

Beitragvon kaefertreter » Montag 13. März 2017, 20:44

Hallo Godi,

mein letzter Beitrag bezieht sich rein auf das nachladen der Wohnwagenbatterie
während der Fahrt.

Gerade jetzt in Anbetracht des bevorstehenden :D Oldtimerwanderns wollte ich
das optimieren damit ich nicht auf jedem Campingplatz das Theater mit dem
Strom habe.
So denke ich sollte es klappen das ich keinen Strom auf den Campingplätzen
brauchen werde. Innenbeleuchtung habe ich auch schon auf LED umgestellt.

Ist aber auch so"ne Macke von mir möglichst autark zu sein im Rahmen der Möglichkeiten :mrgreen: :mrgreen:
Gruß Michael

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